Aber ist das wirklich so?
Es ist zwar möglich, aber genutzt werden diese Möglichkeiten oft nicht. Laut Dekra fahren 600 000 nicht fachgerecht reparierte Unfallwagen auf unseren Straßen.
Eine fachgerechte Reparatur sollte immer nach den Vorgaben der Hersteller und den Richtlinien des Karosseriebauhandwerks und des deutschen Schweißverbandes erfolgen um die volle Stabilität und die Sicherheit eines Autos wieder herzustellen. Ein schlecht oder falsch repariertes Bauteil wird nicht das vom Hersteller berechnete Crashverhalten aufweisen.
Eine falsche Verformung des Autos bei einem Crash könnte katastrophale Folgen für die Insassen haben. Unter Umständen könnten die Airbags oder Gurtstraffer durch das geänderte Deformationsverhalten zur falschen Zeit oder auch garnicht auslösen.
Nach Studien der Deutschen Automobil Treuhand wurde schon jeder zehnte Pkw in Deutschland durch einen Unfall beschädigt. 60 Prozent der Fahrzeuge werden in autorisierten Vertragswerkstätten repariert, fast 30% durch eine freie Werkstatt und 10% werden vom Besitzer selbst oder durch Schwarzarbeit repariert. Vermutlich aus kostengründen und aufgrund des Alters der Fahrzeuge.
Aber wer es billiger haben möchte, gerät nicht selten auf den Hof von Pfuschern. Dort werden dann keine Originalteile verbaut sondern oftmals Nachbauten denen wesentliche Verstärkungen fehlen, was eben das geänderte Crashverhalten zur Folge hat. Unfallinstandsetzung ist also auch eine Sicherheitsfrage und deshalb ist es um so wichtiger, sich beim Gebrauchtwagenkauf Informationen über eventuelle Vorschäden zu verschaffen. Leider gibt es viele schwarze Schafe, die wegen der Wertminderung eines reparierten Unfallwagens oder Aufgrund der nicht fachgerechten Reparatur Unfallschäden verschweigen.



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