Wenn man die aufgesteckten Kantenschutzdichtungen zum Beispiel an den Einstiegen oder am Kofferraum abzieht, erkennt man die Schweißpunkte , die die Verbindung zwischen der Außenhaut und des Karosserie-Gerippe herstellen. Genau hier werden im Reparaturfall die neuen Außenhaut-Teile wieder eingeschweißt. Hier im Bild ist die Dichtung am hinteren Einstieg abgezogen und man sieht jetzt den Bereich, an dem das Karosserie-Außenblech mit den inneren Blechen verschweißt wurde.
Bei einer originalen werksseitigen Verschweißung sehen in aller Regel alle Schweißpunkte etwa gleich groß und rund aus. Sie sehen aus wie kleine runde Abdrücke im Blech, haben eine glatte Oberfläche und einen sehr klaren Rand. Der Abstand zwischen den einzelnen Punkten sowie die Tiefe der Abdrücke ist sehr gleichmäßig.
Im Reparaturfall kann man diese Gleichmäßigkeit der Schweißverbindungen nur sehr schwer herstellen. Anders als in der Produktion stehen dem Karosseriebauer keine exakt voreingestellten Roboter zur Verfügung. Die Einstellung der Schweißstärke, Anpressdrucks und der Auswahl der Schweißzangen variiert je nach Blechstärke und Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials und erfordert viel Erfahrung des Karosseriebauers. So kann es zu einem etwas ungleichmäßigerem aussehen der Schweißpunkte kommen.
Genau hier sollten Sie als erstes nachschauen um festzustellen ob hier schon einmal was repariert wurde. Vergleichen Sie diese Schweißpunkte an mehreren Stellen miteinander, den Unterschied kann man relativ leicht erkennen. Hier unten sehen Sie links eine Reparaturverschweissung und rechts eine originale Werksverschweissung.
Hier kann man sehr schön erkennen, dass hier eine viel zu kleine Elektrodenkappe für das Punktschweißgerät ausgewählt wurde und daher die Schweißpunkte im linken Bild viel zu klein ausgefallen sind. Das hat natürlich negative Auswirkungen auf die Steifigkeit und somit auf das Crashverhalten bei einem späteren Unfall.


